PzArtBtl 425

Panzerartilleriebataillon 425

Wappen und Tradition

Das Bataillonswappen zeigte den roten märkischen Adler auf goldenem Grund, Symbol der brandenburgischen Heimat.
Darunter das schwarze Geschützrohr der Artillerie – Sinnbild für die Feuerkraft der Truppe.
Viele ehemalige Soldaten des Verbandes sind bis heute in Reservistenkameradschaften aktiv und pflegen die Geschichte und Kameradschaft des PzArtBtl 425 weiter.

425 Wappen

Märkische Kaserne Lehnitz | 1991 – 2006

Entstehung
Das Panzerartilleriebataillon 425 (PzArtBtl 425) wurde am 1. April 1991 in der Märkischen Kaserne Lehnitz (Oranienburg) aufgestellt.
Es entstand im Zuge der Neuaufstellung des Heeres nach der deutschen Wiedervereinigung. Die Kaserne war zuvor Standort der Nationalen Volksarmee (Rudolf-Gyptner-Kaserne) und wurde nach 1990 von der Bundeswehr übernommen.
Das Bataillon übernahm zunächst die Tradition des ehemaligen Panzerartilleriebataillons 25, dessen Wappen und Teile der inneren Verbandskultur fortgeführt wurden.

Auftrag und Gliederung
Das PzArtBtl 425 gehörte zur Artillerietruppe des Heeres und war für die schwere Feuerunterstützung gepanzerter Verbände zuständig.
Zu seinen Aufgaben zählten;
indirektes Feuer mit Panzerhaubitzen und Feldhaubitzen,
Unterstützung der Panzer- und Panzergrenadierkräfte im Gefecht,
Ausbildung in Feuerleitung, Zielaufklärung und Gefechtsstandarbeit,
Ehren- und Repräsentationsaufträge, insbesondere der Salutdienst bei Staatsakten in Berlin (z. B. 21-Schuss-Saluts bei Staatsbesuchen).

Unterstellung
1991 – 2002: Panzerbrigade 42 „Brandenburg“
2003 – 2006: Panzergrenadierbrigade 1 (Hildesheim)
Damit war das Bataillon Teil der schnellen, gepanzerten Kräfte der Bundeswehr und in die Einsatzstrukturen des Heeres integriert.

Standort Lehnitz
Die Märkische Kaserne in Lehnitz bei Oranienburg war ab 1991 Heimat des Bataillons.
Hier wurden über 15 Jahre Soldatinnen und Soldaten ausgebildet, geschult und eingesetzt. Die Kaserne verfügte über moderne Unterkünfte, Werkstätten, Schießsimulatoren und einen eigenen Feuerleitstand.
Bis zur Auflösung 2006 blieb sie einer der prägenden Bundeswehrstandorte in Brandenburg.

Auflösung
Im Zuge der Heeresstrukturreform 2006 wurde das Panzerartilleriebataillon 425 am 30. Juni 2006 außer Dienst gestellt.
Mit der Auflösung endete auch die militärische Nutzung der
Märkischen Kaserne in Lehnitz.
Teile des Geländes wurden später zivil umgewidmet, die Erinnerung an das Bataillon wird jedoch bis heute durch ehemalige Angehörige und Reservisten gepflegt.

Nachwirkung
Das Panzerartilleriebataillon 425 steht stellvertretend für den Übergang der Bundeswehr in den neuen Ländern – von der NVA-Liegenschaft zur modernen Artillerietruppe.

Seine Soldaten leisteten über ein Jahrzehnt einen wichtigen Beitrag zur Gefechtsbereitschaft des Heeres und hinterließen Spuren in Ausbildung, Einsatzvorbereitung und Kameradschaft, die bis heute nachwirken.