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Berichte

Rote Adler wurden zu Eiswölfen

13.02.2016; D. Schmiedke

Alljährlich richtet die Reservistenkameradschaft Itzehoe in Schleswig Holstein zusammen mit dem Reservistenverband Kreisgruppe Dithmarschen und den Kameraden der Dänischen Heimwehr den Nachtorientierungsmarsch (NOM) Eiswolf aus. Ein anspruchsvoller militärischer Wettkampf, der als Übung für den noch härteren Wettkampf Blue Nail in Dänemark gilt, an dem auch deutsche Reservisten und aktive Soldaten teilnehmen können.

Der Himmel war sternenklar über der Wulf-Isebrand-Kaserne in Heide Schleswig Holstein. Ein eisiger Wind wehte um die Nasen der angetretenen 30 Wettkampfgruppen, die mit geschwärzten Gesichtern, G36 Sturmgewehren und voller Ausrüstung angetreten waren, um sich einem der härtesten militärischen Winter-Wettkämpfen Deutschlands zu stellen. Gespannt und hochkonzentriert lauschten alle Teilnehmer der knappen Befehlsausgabe bevor die Mannschaften auf einem etwa 45 Quadratkilometern großen Gebiet verteilt wurden. Eine kleine Karte, ein Kompass und die Koordinaten des nächsten Bezugspunkts waren alles, was die Gruppen mit auf dem Weg bekamen. Die nächsten 21 Stunden sollten geprägt sein von Orientierungsläufen, herausfordernden militärischen Wettkampfstationen, Eiseskälte und der ständigen Angst vor lauernden Jagdkommandos und Hinterhalten.

Das Wettkampfteam der Roten Adler war Ende Januar nicht zum ersten mal beim „Eiswolf“ dabei. Bereits letztes Jahr hatte es sich in wochenlanger Vorbereitung auf die langen Strecken mit Gepäck und das Orientieren im Gelände sowie allerlei möglichen militärischen Konfrontationen vorbereitet. Den größten Respekt, von Anfang an, hatten die Roten Adler aber vor der Kälte, denn sie ist es, die dem Soldaten schnell die Kraft rauben kann.

Pünktlich zum Wettkampfbeginn gegen 19:00 Uhr setzte dann auch leichter Schneefall ein, der die gesamte Region innerhalb weniger Stunden in eine weiße Winterlandschaft verwandelte. Zwischen 07:00 Uhr und 11:00 Uhr morgens war den teilnehmenden Teams eine Pause befohlen, in der die Reservisten im Schnee ein Lager bauen mussten, dass ihnen Schutz und Unterkunft für ein wenig Schlaf bot. Um 16:00 Uhr nachmittags endete für alle Teilnehmer der Wettkampf. Erschöpft, aber glücklich die Herausforderungen erneut gemeistert zu haben, ging es für die Roten Adler zurück in die Wulf-Isebrand-Kaserne. Bei einem Bier und Erbseneintopf bot sich Gelegenheit mit anderen deutschen Reservisten in Kontakt zu kommen.

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